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Audioguides kaufen – 9 Punkte Checkliste vor dem Kauf

audioguides kaufen checklisteVON PHILIP THOMISCH
Bevor sie Audioguides kaufen, haben Anbieter die Qual der Wahl. Was darf ein Audioguide System kosten? Wie haltbar sind Audioguides für Museen? Wer sollte die Dateien für Audioguides erstellen?

Dies sind nur einige Fragen, die oft zu Beginn auftreten. Deshalb fasst die folgende Checkliste zusammen, was zu beachten ist, wenn Sie Audioguides kaufen möchten.

Wie bei jeder Entscheidung über eine Anschaffung ist es nützlich, zunächst einen thematischen Rahmen zu setzen. Eine kurze Projektskizze hilft Ihnen wichtige Eigenheiten zu erkennen, bevor Sie  ein Audioguide System kaufen.

Wofür möchten Sie Audioguides kaufen? (Museum, Ausstellung, Stadtführung, Werksführung…)
Wie viele Besucher hat Ihre Einrichtung pro Monat oder Jahr?
Was soll das Audioguide System leisten? (ganze Stadt- oder Werksführung vs. O-Töne zu Exponaten bieten)

Bereits hier sehen Sie, dass es nicht nur Audioguides für Museen gibt. Den eigenen Bedarf zu kennen hat einen großen Vorteil. Sie setzen einen eigenen Rahmen an Bedingungen and Anforderungen. Das ist ungemein hilfreich, wenn Sie wirklich das beste Audioguide System für eine kulturelle Einrichtung ermitteln möchten.

 

1.) Die Inhalte: Audioguide erstellen oder produzieren lassen?

Der Kern eines jeden Audioguides für Museen ist die Audioführung. Sie umfasst letztendlich die Dateien mit denen die Geräte bespielt werden. Man kann das hochwertigste Audioguide System kaufen – es nützt nichts, wenn am Ende die Audioführung Mängel aufweist.

Ein guter Audioguidetext unterscheidet sich von wissenschaftlichen Texten. Er entspricht auch nicht den Texten auf Beschreibungstafeln oder auf der eigenen Website. Man spricht von einem Hörtext, der später vertont wird. Audioguides für Museen werden häufig von einem Anbieter erstellt. Die Audiotexte können entweder komplett erstellt oder redaktionell aufbereitet werden.

Sie möchten selbst einen Audioguide erstellen? Dann ist die beste Möglichkeit, den eigenen Textentwurf vor der Vertonung noch einmal überarbeiten zu lassen. Ein wichtiges Kriterium ist hierbei die gewünschte Länge des späteren Audiowalks.

 

audio guide recordingWelchen Umfang hat eine gute Audioführung?

Die maximale Zeit, die Besucher mit einer Führung verbingen, ergibt sich aus der Formel:

Länge Audiowalk + Wegezeit + individuelle Zeit.

Keine noch so interessierte Person möchte einen Audioguide in Rekordzeit von eins bis zehn durchhören. Kulturelle Einrichtungen sind schließlich Orte, an denen man nachdenken und staunen möchte.

Für die Länge der Audiokommentare gibt es einen Richtwert. Sicher bestätigen Ausnahmen die Regel. Aber ein durchschnittlicher Beitrag dauert nicht länger als zwei Minuten.

Die Anzahl der Stationen (Points of Interest): Die Länge eines Audiowalks ergibt sich aus der Summe der einzelnen Audiokommentare. Sie sollte somit für die meisten Führungen zwischen 30 und 90 Minuten liegen. Natürlich hängt dieser Wert von der Anzahl der Stationen ab.

Lineare oder offene Führung: Die Art der Führung entscheidet auch über den möglichen Umfang einer Audioführung. Lineare Führungen, beispielsweise von Station eins bis zehn, sollten nicht zu lange dauern. Schließlich hat die Aufmerksamkeitsspanne der Besucher auch Grenzen.

Offene Führungen folgen keiner festgelegten Reihenfolge. Oftmals geht es um Audioguides für Museen mit hunderten Exponaten. Hierbei sind auch umfangreiche Produktionen möglich. Eine Aufteilung der Stationen nach Räumen oder Museumsflügel ist sinnvoll. Beispielsweise kann der erste Bereich die Nummern 101, 102, 103 usw. benutzen, während der nächste thematische Abschnitt mit Beitrag 201 beginnt.

 

2.) Ort und Zeit: Audioguides kaufen oder mieten?

Ort und Zeit sind die wichtigsten Kriterien im Service-Bereich. Dies gilt selbstverständlich auch für einen Audioguide-Service. Möchte man das ganze Jahr über  führen, so sollte man tatsächlich ein Audioguide System kaufen.

Wenn eine Ausstellung zeitlich begrenzt stattfindet, gibt es andere Möglichkeiten. Man kann entscheiden, ob man Audioguides kaufen oder mieten möchte. Ein verlässlicher Anbieter erstellt Ihnen ganz sicher ein Kauf- sowie ein Mietangebot zum Vergleich.

Für Messen und Tagesevents ist diese Überlegung jedoch überflüssig: Hierfür kann man in der Regel günstig Audioguides mieten.

Was sollte vor Ort ein Audioguide kosten? Hierbei gibt es ganz unterschiedliche Modelle. Audioguides für Museen sind oft bereits im Ticket inbegriffen. Einige Einrichtungen bieten auch Audioguide App zum Download an. (Dies kann sowohl kostenlos als  auch gebührenpflichtig erfolgen.)

Stadtführungen mit Audioguide funktionieren hingegen gut gegen ein Entgeld und Rückgabepfand. Durchschnittlich werden 3 bis 8 Euro vom Besucher verlangt.

audioguide führung

3.) Geeignete Hardware: Einfach und intuitiv

Wenn man Audioguides kaufen möchte, so muss man sich für eine bestimmte Hardware entscheiden. Eigentlich sind die Anforderungen in drei einfachen Worten zu beschreiben: Einfach, intuitiv und haltbar.

Ein gutes Audioguide System sollte leicht und einfach bedienbar sein. Es sollte nicht vom Wesentlichen, nämlich den Stationen und der Hörführung selbst, ablenken. Sprachauswahl, Nummerneingabe und Lautstärketaste sind völlig ausreichend.

Die Bedienung muss intuitiv sein. Denken Sie an Touristen aus dem Ausland. Es darf nicht nötig sein, beispielsweise eine Fremdsprache zu beherrschen, um die Geräte zu bedienen.

Audioguides sollten über ein kleines Display verfügen. Dies erleichtert dem Hörer die technische Orientierung. Besucher können sehen, an welcher Station (Nummer) sie sich befinden. Für blinde Personen sollte es eine Braillemarkierung auf der Tastatur geben.

Wenn Sie ein Audioguide System kaufen, können sie außerdem eine gewisse Haltbarkeit erwarten. Audioguides für Museen gehen täglich durch die Hände vieler Besucher unterschiedlicher Altersgruppen. Haltbare Geräte müssen also viel mehr aushalten als ein normaler MP3-Player.

 

Benötigen Audioguide Systeme Wartung?

Eine Investition in Audioguide Systeme sollte eine reibungslosen Betreib über mehr als fünf Jahre ermöglichen. Natürlich kann die Haltbarkeit vorher schlecht überprüft werden. Achten Sie daher darauf, dass der Anbieter Garantie und Wartungsleistungen anbeitet. Einfache Ersatzteile sollten auch später noch erhältlich sein.

Dass Audioguides versehentlich auf den Boden fallen, kann man übrigens vermeiden: Entscheiden Sie sich einfach für ein System mit Nackenbändern. Auch die Besucher werden es Ihnen danken. Die Geräte müssen nicht ständig in der Hand gehalten werden.

Manche Museen stellen Ihren Audioguide auch komplett digital zur Verfügung. Eine eigene Audioguide App muss nicht gewartet werden. Allerdings ist auch bei einer App-Lösung eine Hostinggebühr einzuplanen.

 

4.) Eine gute Hörakustik schaffen

Wir haben die Audioführung als das Herzstück eines Audioguides bezeichnet. Wie kommt nun der Ton zum Hörer? Richtig, durch Lautsprecher oder Kopfhörer. Einfache Audioguides werden wie ein Telefon ans Ohr gehalten. Wenn die Umgebung es zulässt, ist dagegen auch nichts einzuwenden.

Spätestens bei einer Werksführung muss man jedoch Kopfhörer anbieten. Kopfhörer für Museen sind als Einohr- oder Bügelvariante erhältlich. Spezielle Lösungen sind mittlerweile sehr hygienisch. Kontaktlose Kopfhörer liegen überhaupt nicht mehr auf dem Ohr des Besuchers auf. Trotzdem ist ein Klagerlebnis in Stereoqualität möglich.

audioguide app cms

5.) CMS: Selbst Audioguides erstellen und anbieten

Die Inhalte von Audioguides sind veränderlich. Museen eröffnen neue Ausstellungen. Stadtführungen fügen neue Sehenswürdigkeiten oder Routen hinzu. Selbst bei Werksführungen treten durch Modernisierungen im Laufe der Zeit Änderungen auf. Zu oft werden Audioguide Systeme nicht mit diesen Neuerungen bespielt, obwohl sie fest zum Erlebnis vor Ort zählen.

Die Folge ist häufig, dass nach einigen Jahren alles neu produziert wird. Man kann sich denken, was doppelt produzierte Audioguides kosten.

Die Lösung ist eigentlich einfach: Man benötigt ein eigenes CMS in Form einer Software. Audioguides für Museen und Führungen können Sie damit selbst bespielen. Inhalte lassen sich per Mausklick verwalten und neu hinzufügen. Ein solches Programm ist in der Regel schnell beherrscht. Kurzanleitungen und Handbücher sollten vorhanden sein. Allerdings kann man mit dem Drag&Drop-Prinzip leicht eigene Audioguides erstellen und aktuell halten.

 

6.) Das Personal: Wie kommt der Audioguide zum Besucher?

Egal ob der Audioguide kostenlos oder gegen Gebühr ausgegeben wird – man benötigt Personal, das sich darum kümmert. Natürlich ist es ein Unterschied, ob pro Tag einige Dutzend oder aber hunderte Audioguides gefragt sind.

Um die Nerven der eigenen Angestellten zu schonen, sollten die Geräte leicht und zeitsparend in Betrieb zu nehmen sein. Es sollte daher nicht nötig sein, dass das Personal ein ganzes Handbuch lesen muss. Aus Sicht der Damen und Herren hinter der Kasse, sind folgende Punkte besonders wichtig:

  • Ein- und Ausschalten: Die Audioguides sind leicht einzuschalten. Sie sollten binnen einiger Sekunden hochgefahren sein.
  • Sprache umstellen: Es gibt eine eigene Taste um die Sprache (schnell) einzustellen. Für große Häuser lohnt sich hier zusätzlich ein Sprachumsteller. Damit kann diese Einstellung bei großem Besucherandrang halbautomatisch erfolgen.
  • Kopfhörer (optional): Was Sie unbedingt vermeiden sollten, sind zum einen „Kabelsalat“ und zum anderen hygienische Mängel. Tun Sie der Umwelt etwas Gutes und verzichten Sie dennoch auf Wegwerfkopfhörer aus Plastik. Mittlerweile gibt es sehr hygienische Lösungen für Besucherführungen. Beispielsweise kontaktlose Kopfhörer (Schläfenauflage), Bügelkopfhörer mit auswechselbaren Bezügen (für lautere Umgebungen) und die gut bekannten Einohrhörer (abwischbar).
  • Ladung und Lagerung: Die platzsparendste Variante ist ein Audioguidesystem, das in der eigenen Ladestation aufbewahrt wird. Jedes Gerät kann einen eigenen Steckplatz haben. Es kann auch in Schränke und Racks verbaut werden. So hat das Personal die Möglichkeit, die Audioguides gut zu organisieren.

 

7.) Mitnahmesicherung: Wohin verschwinden Audioguides?

Besucherführung
Auch wenn sie Geld gekostet haben – einen Audioguide im Museum zu entwenden bringt eigentlich niemandem etwas. Dennoch gibt es in den großen Häusern pro Jahre eine gewisse Anzahl an Geräten, die einfach verschwinden. In den allermeisten Fällen vergessen die Besucher, die Audioguides am Empfang zurückzugeben. Für dieses Problem gibt es zwei einfache Lösungen.

Sie können die Audioguides gegen einen Pfand ausgeben. Ob Ausweise, ein gewisseer Bargeldbetrag oder der Führerschein – meist spielt das keine Rolle. Die Ausgabe gegen Pfand ist vor allem für Audioguide Systeme, die für Stadtführungen verwendet werden, unerlässlich.

Ist das keine Lösung für Sie, dann gibt es einen neuen Punkt auf Ihrer Checkliste. Sie benötigen eine Mitnahmesicherung. Ein solches System wird über der Ausgangstür installiert. Es kostet jedoch oft nur einen geringen dreistelligen Betrag und wird vom eigenen Haustechniker angebracht.

Vergessen Ihre Besucher den Audioguide zurückzugeben? Es ertönt ein gut hörbarer Piepton, wenn sie den Ausgang erreichen. So kommen auch alle Geräte zu Ihnen zurück, ganz sicher!

 

8.) Wiederaufladbare Akkus: Schonen Sie Umwelt und Geldbeutel!

Wenn man Audioguides kaufen möchte, geht es schnell um den Preis. Sie können verschiedene Audioguide Systeme vergleichen. In vielen Planungen fließt bereits eine Kosten-Nutzen-Kalkulation ein. Jedoch nutzt ein besonders günstiger Preis Ihnen gar nichts, wenn die Geräte mit Batterien betreiben werden. Schon einige Wochen nach der Anschaffung sind die Kosten für batteriebetriebene Audioguide Systeme höher als als wenn Sie sich hochwertige Audioguides kaufen.

Außerdem sind Batterien schädlich für die Umwelt. Sie müssen aufwändig auf Wertstoffhöfen entsorgt werden. Und das in großer Zahl. Entscheiden Sie sich daher lieber dafür, ein Ladegerät und energiesparende Akkus zu verwenden. In einer Ladestation sollten mehr als 20 Audioguides Platz haben. So können Sie auch zahlreiche Audioguide Systeme vor Ort platzsparend lagern.

 

9.) Erst testen, dann Audioguides kaufen!

Gute Museumstechnik kostet Geld. Möchte man Audioguides kaufen, werden deswegen je nach benötigter Anzahl bestimmte Beträge eingeplant. Im besten Fall erwartet man im Gegenzug dann ein technisch hochwertiges System. Wer will es Ihnen also verdenken, wenn Sie es vor dem Kauf testen möchten? Als späterer Anbieter möchte man leistungsfähige Technik immer ausprobieren. Das gilt auch für Audioguide Systeme. Wer nicht testet, kann schließlich auch keine versierte Entscheidung treffen.

Ein guter Anbieter wird Ihnen einen kostenlosen Gerätetest nicht ausreden. Schließlich kann man im Elektro-Einzelhandel keine Audioguides kaufen. Sie dürfen ruhig davon ausgehen, dass genug Geräte – auch für Ihren Test – vorhanden sind.

Außerdem lohnt es sich auf die Herstellung in Europa zu setzen. So sichert man sich mit dem Kauf gleichzeitig die gesetzliche Gewährleistung und Garantie. Zudem profitieren Sie dann auch nach dem Kauf vom Support.

Setzt man auf Haltbarkeit, möchte man für mehrere Jahre Audioguides kaufen. Es lohnt sich vorher die Frage nach einem Reparaturservice zu stellen. Die Einzelteile Ihres Audioguide Systems sollten später auch noch einige Jahre nach der Anschaffung verfügbar sein. Möchte man mehrere hundert Audioguides kaufen, so ist auch ein Wartungsvertrag denkbar.

 

Fazit: Der 9-Punkte-Plan für Audioguide Systeme

Bevor sich Museen und Kultureinrichtungen Audioguides kaufen, durchlaufen sie oft einen langwierigen Prozess. Ziel ist, das richtige System mit einer guten Entscheidung zu erwerben. Die entsprechenden (9) Kriterien müssen allerdings nicht zeitaufwändig recherchiert werden.

audioguides kaufen checkliste

  • Verschriftlichen Sie Ihre Idee: Was möchten Sie mit Audioguides erreichen?
  • Wie steht es um die Inhalte? Wie viele Sprachen und Stationen gibt es? Möchten Sie selbst Audioguides erstellen?
  • Wann wird ein Audiguide System eigentlich gebraucht? Und was dürfen Audioguides kosten? Ist eine Miete eventuell auch eine Option?
  • Ist das gewünschte Audioguide System intuitiv und leicht zu bedienen? Hat es auch eine Braillemarkierung?
  • Möchten oder müssen Sie auch Kopfhörer einplanen?
  • Sorgen Sie dafür, den Aufwand für das Personal vor Ort überschaubar zu halten.
  • Sichern Sie Audioguide Systeme durch Pfand oder eine Mitnahmesicherung.
  • Audioguide Kosten gering halten: Setzen Sie auf wiederaufladbare Akkus.
  • Testen Sie die Geräte unbedingt vor IhrerKaufentscheidung!
  • Wählen Sie bewusst ein Produkt, das in Europa hergestellt wurde.

 

Beachten Sie diese Punkte beachten und schaffen Sie somit eine haltbare und durchdachte Audioführung für Besucher aus aller Welt!


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